Wir lesen im Tandem
 

Mangelnde Leseflüssigkeit verhindert oft den Spaß am Lesen. Wörter müssen dekodiert werden, bis man die Wörter eines Satzes gelesen hat, haben andere schon einen ganzen Absatz gelesen. Das betrifft Kinder bis in die Mittelschule und setzt sich fort. Leseflüssigkeit kann mit kooperativen Lautleseverfahren recht erfolgreich trainiert werden. "Das Tandem-Lautleseverfahren" hat sich als eine nachweislich effektive Fördermethode erwiesen.
Derzeit wird von unserer Förderlehrerin Heike Haßmann dieses Verfahren in unserer Koopklasse praktiziert. Es ist eine  Partner -Trainingsformen, bei denen die Schülerinnen und Schüler durch das (halb)laute Vorlesen von kurzen Textabschnitten ihre Lesefähigkeit bei der Worterkennung, der Verbindung von Wortfolgen im Satzzusammenhang und beim Inhaltsverstehen von Satzfolgen verbessern können. Dieses Training wird stets mit einem Lesepartner durchgeführt.
Die Tandems setzen sich aus einem lesestärkeren (Lesetrainer) und einem leseschwächeren Schüler (Lesesportler) zusammen.
Der Lesetrainer ist für seinen „Sportler“ verantwortlich und der Lesesportler muss auf seinen Trainer hören.

  • Lesetrainer und Lesesportler lesen auf ein vereinbartes Zeichen zusammen halblaut. Der Trainer führt den Finger.

  • Der Trainer stoppt den Sportler bei einem Fehler. Kann sich der Sportler nicht selbst verbessern, dann liest der Trainer das Wort richtig vor. Der Sportler wiederholt es.

  • Dann wird wieder vom Satzanfang weiter gelesen.

  • Auf ein vereinbartes Zeichen kann der Sportler alleine lesen, bis er sich verliest.

  • Ein Text wird mehrmals gelesen.

  • Der Trainer entscheidet, ob sein Sportler sich verbessert hat.

    Und das hat er! Nach einem solchen Training sind sich Coach und Sportler einig:

                           Der Sportler liest jetzt
                                                                    schneller

                                                                                  fließender
                                                                                                  deutlicher
                                                                                                                und nicht mehr so monoton!

 

 

"Gemeinsam sind wir stark" war die einhellige Feststellung der am gleichnamigen Sozialprojekt teilnehmenden Kinder des Schulzentrums Immenreuth. Die gemeinsamen Projekttage der Grundschule und des Sonderpädagogischen Förderzentrums rückten die Buben und Mädchen der beiden kooperierenden Schulen in den beiden vergangenen Schulwochen näher zusammen und lernten ein ausgewogenes Miteinander zu pflegen und zu schätzen.
Die Idee dazu hatten die Förderlehrerinnen Brigitte Koch und Heike Haßmann. Ziele waren die Verbesserung des sozialen Miteinanders, des Sozialverhaltens sowie das Erlernen, Spannungen abzubauen und zu vermeiden. Soziale Kompetenzen wie Verantwortungsbereitschaft, Rücksichtnahme und das Einhalten von Regeln waren weitere wichtige Lerninhalte für die Schüler der 2. und 3. Grundschulklasse sowie der Klassen 3/4 und 1A/2 des Förderzentrums.
Dabei war die eigene Selbsteinschätzung in der Gruppe wichtig. Diese wurden auch gemeinsam besprochen. Während der Projekttage lernten die Kinder bei Kennenlern-, Fallschirm- und Vertrauensspielen feste Begrüßungsrituale, Gefühle zu zeigen und beim Mitschüler wahrzunehmen. Beim Fallschirmspiel z.B. lag ein Kind entspannt im Mittelkreis und wurde von den anderen bei gespanntem Fallschirm zum Schweben gebracht. In gemeinsamen Musik-, Turn- und Lernstunden festigten die Schüler ihre neue Gemeinschaft und ließen Entspannungsgeschichten auf sich einwirken.
Das erste Projekt dieser Art an den beiden Kooperationsschulen war voll nach dem Geschmack der beteiligten Schüler und machte auch den leitenden Pädagoginnen Spaß. Zum Abschluss bemalten die Kinder gemeinsam Puzzleteile, versahen diese mit ihren Namen und setzten sie zu einer großen Fläche zusammen.
Die Schüler waren von dem Projekt so angetan, dass sie auf eine Wiederholung im nächsten Schuljahr hoffen.

     

Erarbeitung einer Schulordnung

Bei der Schritt weisen Erarbeitung unserer Schulordnung mit allen Klassen an unserem Schulzentrum wollen wir uns an folgenden Leitsätzen zum Schulklima orientieren:


Aufzählung

Uns ist es wichtig, dass sich jeder an unserer Schule wohl fühlt.

Aufzählung

Wir sind eine Schule, in der tolerant miteinander umgegangen wird.

Aufzählung

Uns ist es wichtig, dass das Klima an unserer Schule geprägt ist von Freundlichkeit, Offenheit und Respekt.

Aufzählung

Wir stärken das Selbstwertgefühl der Kinder, aber leiten sie auch an, Regeln zu akzeptieren und einzuhalten, Eigenverantwortung für ihre Taten und Entscheidungen zu übernehmen.

Aufzählung

Erzieherische und ethische Werte sind wichtig für unsere Gemeinschaft.

Aufzählung

Kinder mit speziellen Voraussetzungen integrieren wir und leiten alle an, Verschiedenheiten anzunehmen.


In einer gemeinsamen Konferenz (GS/SFZ) wurde über verschiedene, von einer Arbeitsgruppe erarbeitete Themenblöcke diskutiert  und ein Leitfaden zu deren Umsetzung erstellt:

 

Themenblock I
 Wir achten uns gegenseitig

 
Aufzählung

Ich grüße.
 

Aufzählung

Ich schreie nicht herum.
 

Aufzählung

Ich helfe anderen.
 


Leitfaden zur Umsetzung

Schrittweise Einführung über Stellwand in der Aula. Für jeden Unterpunkt sind zunächst zwei Wochen geplant.
 


Auf der linken Seite der Stellwand entsteht die wachsende Schulordnung.
Auf der rechten Seite der Stellwand konkretisiert eine Klasse das aktuelle Thema durch Beispiele.
 
      
 
   

Erarbeitung in den Klassen
  • Die aktuelle Regel gilt für alle.

  • Regelgerechtes Verhalten muss täglich eingefordert und vorgelebt werden.

  • Über die einzelnen Punkte wird in der Klassengemeinschaft diskutiert.

  • Viele Beispiele und konkrete Situationen werden vorgestellt.

  • Gemeinsamer Besuch an der gestalteten Stellwand.

  • Einsatz von Reflexionszetteln.

  • Thematisierung über "Hören, sagen, tun"


 

Weitere geplante Themenblöcke:
 

Themenblock II

Wir gefährden und verletzen uns nicht
 


 
Aufzählung

Ich mache nichts, was einem anderen weh tun kann

Aufzählung

Ich benutze keine schlimmen Wörter und beleidige niemand.

Aufzählung

Ich lache keinen aus, verspotte niemand und schließe keinen aus.

Aufzählung

Ich höre auf, auch wenn ein anderer anfängt.

Aufzählung

Ich drängle nicht am Pausenverkauf, an der Tür oder am Bus.

Aufzählung

Ich renne nicht durchs Schulhaus, ich gehe leise.

Themenblock III

Wir erhalten unser schönes Schulgelände und Schulgebäude


 
Aufzählung

Ich gehe mit meinen eigenen und fremden Dingen sorgfältig um.

Aufzählung

Ich beschädige nichts.

Aufzählung

Ich achte auf Sauberkeit und werfe den Abfall in die Mülleimer.

Aufzählung

Ich achte darauf, dass die Toiletten sauber bleiben.